Aktuell

Neophytenkonzept Thal SG

Die Gemeinde Thal umfasst verschiedene sensible Gebiete hinsichtlich Natur und Landschaft (Flachmoore von regionaler Bedeutung, Naturschutzgebiet Altenrhein u.a.). Gleichzeitig queren Verkehrsachsen der SBB und die Autobahn die Gemeinde. Im Landwirtschaftsgebiet und entlang von Fliessgewässern, aber auch im Siedlungsgebiet sind in Thal viele Neophyten vorhanden, welche bisher nur punktuell bekämpft wurden. Auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche wurden in den letzten Jahren verschiedene invasive Neophyten zunehmend zum Problem, weil sie den Bestand von ökologisch wertvollen Biodiversitätsförderflächen beeinträchtigen (z.B. Goldrute, Berufkraut) oder es sich auch um für das Vieh giftige Pflanzen handeln kann (z.B. Schmalblättriges Greiskraut). Entlang von Fliessgewässern sind zudem invasive Neophyten wie der Japanische Staudenknöterich und das Drüsige Springkraut ein Problem. Auch im Siedlungsraum beherbergen viele Privatgärten unerwünschte Neophyten. Erfolgversprechend ist in Zukunft nur eine verstärkte und vor allem koordinierte Bekämpfung der Neophyten. Teil der Biodiversitätsstrategie 2018 - 2025 des Kantons St.Gallen ist eine Neophytenstrategie, in welcher die Ziele und Prioritäten zur Bekämpfung von invasiven Neophyten festgelegt wurden. Die Bestände werden nun aktiv erfasst, die Bekämpfung entsprechend koordiniert und ein Konzept zum Vorgehen in den nächsten Jahren erarbeitet.

Amphibienmonitoring St.Gallen – Appenzell

Das Projekt läuft von 2016 - 2019. In dieser Zeit sollen alle bedeutenden Amphibienlaichgebiete mindestens einmal kontrolliert werden. Dabei werden die Populationen der vorkommenden Arten erfasst und der Gebietszustand dokumentiert, um den Handlungsbedarf für Pflegemassnahmen zu eruieren. In Absprache mit den Gemeinden und Kantonen werden Sanierungs- und Aufwertungsprojekte initiiert. Rund 18 Fachpersonenführen jeweils im Frühjahr zwischen März und das Monitoring in den verschiedenen Amphibienlaichgebieten durch.

Unterstützung im GAöL-Vollzug, Waldränder

Im Kanton St.Gallen können zur Förderung artenreicher, strukturierter Waldränder GAöL-Verträge abgeschlossen werden. In einem Waldrandkonzept werden Ist- und Soll-Zustand beschrieben und die geplanten forstlichen Massnahmen festgelegt. Im Prozess der Beurteilung und Genehmigung der Waldrandkonzepte unterstütze ich das Amt für Natur, Jagd und Fischerei im Frühjahr 2018.

Bau Amphibienweiher Felsegg

Die letzte Tranche des Amphibienförderprojekts Thur - Glatt wird realisiert. In Uzwil werden in der Felsegg und im Gill Amphibienweiher zur Förderung stark bedrohter Arten gebaut, um die Arten vom Verschwinden aus der Region zu bewahren. Mit einem ablassbaren Folienweiher sowie einem Beton-Folienweiher sollen neue Laichgewässer für Laubfrosch, Gelbbauchunke, Kammmolch und Kreuzkröte geschaffen werden. Auf dieser Wiese entlang der Thur ensteht bis im Frühling ein neues Gewässer. Die gesamte Geländekammer Gill-Felsegg umfasst als einzige im gesamten st.gallischen Thurlauf offene und dynamische Lebensräume, welche sich für Kreuzkröten eignen.

Frühere Beiträge

Überarbeitung Schutzverordnung «Grün» Waldkirch

Die Schutzverordnung der Gemeinde Waldkirch ist veraltet und verschiedene Objekte wie Hecken sind noch nicht in der Schutzverordnung enthalten oder es besteht keine aktuelle und detaillierte Beurteilung des Zustands der Schutzobjekte. Mit einer Revision der Schutzverordnung «Grün» möchte die Gemeinde eine aktuelle Grundlage schaffen, die den heutigen Anforderungen des Kantons (Amt für Natur, Jagd und Fischerei) wie auch an den Vollzug der geschützten Objekte genügt. Dafür werden zwischen Sommer 2016 und Frühsommer 2017 die verschiedenen Objekte beschrieben, auf ihren Zustand, Handlungsbedarf und Aufwertungspotenzial beurteilt. Diese fachliche Arbeit führt das Büro Knechtle Glogger aus, die weitere Bearbeitung erfolgt durch die ERR Raumplaner AG.

Bearbeitung Biodiversitätsförderflächen und GAöL-Verträge in St.Gallen

Das Gesetz über die Abgeltung ökologischer Leistungen (GAöL) im Kanton St.Gallen wurde an die neue Direktzahlungsverordnung angepasst, das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) hat im März 2016 eine erneuerte Wegleitung publiziert. Bestehende Bewirtschaftungsverträge von Naturschutzflächen müssen überprüft, erneuert und gegebenenfalls angepasst werden. Diese Arbeiten und die Betreuung und Beratung der Landwirte bei Biodiversitätsförderflächen nach DZV erfolgen im Auftrag der Abteilung Natur und Landschaft des Stadtplanungsamtes St.Gallen.

Tagfalterkartierungen Biodiversitätsmonitoring Thurgau

Zwischen Mai und September laufen wieder die Tagfaltererhebungen für das Biodiversitätsmonitoring. Ziel dieses Projekts ist die langfristige systematische Überwachung der Artenvielfalt der Vögel, Tagfalter und Pflanzen. Die Gesamtleitung des Projekts BDM Schweiz läuft über das Büro Hintermann & Weber AG, im Kanton Thurgau hat das Büro Kaden & Partner AG die Koordination der Mitarbeiter. 2009 starteten die ersten Erhebungen. Der Kanton Thurgau ergänzt dabei die Erhebungen des Biodiversitätsmonitoring Schweiz mit zusätzlichen Erhebungen zur «Artenvielfalt in Landschaften».

Kartierung Brutvögel

Von April bis Juni laufen wieder die ornithologischen Kartierungen für den Brutvogelatlas des Fürstentums Liechtenstein. 2016 werden die Kartierungen, welche 2013 begonnen haben, abgeschlossen und die Daten der Verbreitung und Häufigkeit der Brutvögel in den verschiedenen Regionen ausgewertet.

Vernetzungsprojekt St.Gallen Süd

Im April 2015 haben sich die Landwirte dafür ausgesprochen, für das Gemeindegebiet St.Gallen Süd ein Vernetzungsprojekt zu realisieren. Ziel des Projekts ist die ökologische Aufwertung der landwirtschaftlichen Nutzfläche und angrenzender Waldränder. Durch die Vernetzung ökologisch wertvoller Biotope wird die Vielfalt von Flora und Fauna gefördert. Die Erarbeitung des Projekts erfolgt von Juni 2015 bis März 2016. In dieser Zeit finden Feldbegehungen und Beratungen der landwirtschaftlichen Betriebe im Projektperimeter statt. Ab Frühling 2016 werden die Landwirte/Innen, welche sich am Projekt beteiligten möchten, mit der Umsetzung der Vernetzungsvereinbarungen beginnen.

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