Exkursion Heuschrecken kennen lernen am 18.August 2018

Im Rahmen seines jährlichen Weiterbildungsprogramms führe ich für den Appenzeller Vogelschutz eine Exkursion zum Kennenlernen unserer heimischen Heuschrecken durch.
Die Exkursion findet nur bei schönem Wetter in Gais AR statt.
Sa, 18.August 13.50 – 17.00.
Treffpunkt: Gemeindehaus Gais (Fahrgemeinschaften). Die Exkursion ist gratis und für alle Interessierten offen. Bitte anmelden bis 16.08.2018 bei Fabia Knechtle Glogger (079 251 36 26, naturmanagement@knechtleglogger.ch) oder H.W. Krüsi (079 426 46 62).

Der Glögglifrosch – ein heimliches Tier

Die Geburtshelferkröte ist eine stark gefährdete Amphibienart. Sie wird bei uns auch Glögglifrosch genannt. In warmen Mainächten ertönt ihr Gesang wie entferntes Glockenläuten. Sie zu sehen erfordert etwas Glück, Geduld und ist etwas für Nachtschwärmer. Häufig kann man ihr Rufen zwar hören, aber sie verstecken sich Ritzen und kleinen Höhlen von Steinmauern, -haufen oder Holzstrukturen und ziehen sich bei Annäherung rasch zurück. Ihr Name verdankt die nur 3.5 – 5 cm grosse Kröte mit den goldenen Augen dem Verhalten der Männchen. Sie tragen die Laichschnüre um ihre Beine gewickelt mit sich herum und warten in einem unterirdischen Versteck, bis die Eier reif sind. Erst dann bringen sie den Laich zu geeigneten Gewässern, wo die Larven schlüpfen. Häufig überwintern diese dort, bevor sie ihre Metamorphose abschliessen.

Nachts bei den Feuersalamandern

Manchmal tagsüber, öfters jedoch nachts anzutreffen sind die auffällig schwarz-gelb gezeichneten Feuersalamander. Adulte Tiere können eine eindrückliche Länge von bis zu 20 cm erreichen. Anders als andere Amphibien legen Feuersalamander keine Eier in Gewässer ab. Ihre Larven entwickeln sich im Weibchen – das Weibchen gebärt dann erstaunlich grosse Larven (2.5 – 3cm) mit Kiemen und setzt diese in geeignete Gewässer ab. Die hellen, teils gelblichen Beinansätze und der runde Kopf sind ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu den Molchlarven. Die Larven entwickeln sich je nach Wassertemperatur  im Laufe des Sommers zu adulten Tieren. In kalten Gewässern kann sich die Entwicklung auch über den Winter hinziehen und die jungen Salamander verlassen ihr Absetzgewässer erst im Folgejahr.