Warum Artenreichtum auch an schattigen Standorten wichtig ist

Beim Pflanzen und Aufwertungen von Fecken, Ufergehölzen und Waldrändern wird als wichtiger Faktor für das ökologische Potenzial die Besonnung des Standorts herangezogen. Schattige Standorte werden daher oft gar nicht aufgewertet und beinahe als „ökologisch wertlos“ abgestempelt. Dass aber genau auch solche Standorte ihre wichtige Funktion für spezialisierte Arten erfüllen, zeigt das Beispiel des Kleinen Eisvogels (Limenitis camilla). Die Raupen dieser Tagfalterart fressen und entwickeln sich vorwiegend auf der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), ein kleiner, feiner Strauch mit roten Beeren. Der Tagfalter nutzt für die Eiablage jedoch keinesfalls gut besonnte Standorte. Vielmehr sucht er schattige, luftfeuchte Lagen aus, welche nicht weit weg von den Flugorten der Falter sind. Die Art ist z.B. entlang von Bächen und auf Waldlichtungen anzutreffen, wo die Raupenfutterpflanze, aber auch ein Nektarangebot für die Tagfalter vorhanden sind.

Der wunderbare Geruch eines Platzregens im Sommer…

…heisst Petrichor.

Crowdfunding für Wissensmagazin higgs

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Miniatur-Raubtiere: Spitzmäuse

Wussten Sie, dass Spitzmäuse Raubtiere sind und nichts mit echten Mäusen zu tun haben? Sie gehören wie der Maulwurf und Igel zur Ordnung der Insektenfresser. In der Schweiz gibt es nicht „die Spitzmaus“, sondern elf verschiedene Arten! Spitzmäuse lassen sich von „echten Mäusen“ (die zu den Nagetieren gehören) einfach an ihrem langen, flachen Schädel mit der spitz zulaufenden Schnauze erkennen, die fast wie ein kleiner Rüssel aussieht. Mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn spüren Spitzmäuse ihre Beute auf – je nach Art sind das Insekten, Weichtiere, Wirbellose oder auch Krebstiere. Einige Arten fressen auch Aas oder pflanzliche Nahrung. Spitzmäuse gehören zu den kleinsten Säugetieren der Welt und leben nur ein bis zwei Jahre.  Die Artbestimmung ist schwierig und am lebenden Tier oft nicht möglich. Die Verbreitung der Spitzmausarten ist daher nur lückenhaft bekannt. Sollten Sie also auf einem Spaziergang eine tote Spitzmaus finden oder Ihre Katze eine solche mit nach Hause bringen, können Sie etwas zur Kenntnis der heimischen Fauna beitragen: Bringen Sie sie in einem Plastiksäckchen eingefroren im nächsten Naturmuseum vorbei (mit Fundort und -Datum). Die Naturmuseen lassen die Spitzmäuse von einer Fachperson bestimmen und die Daten werden in die Verbreitungskarte des Schweizer „Tieratlas“ vom CSCF übertragen.