Aktuell

Erarbeitung Neophytenkonzept Gemeinde Berneck und Au

Auftraggeberinnen: Gemeinden Berneck und Au SG
Projekterarbeitung: 2021

Bisher wurde in beiden Gemeinden keine systematische, sondern nur punktuelle Bekämpfung invasiver Neophyten betrieben. Unter anderem auf Wunsch von Landwrt*innen und Winzern beschlossen Berneck und Au die Erarbeitung eines Neophytenkonzepts für eine intensivere und systematische Bekämpfung invasiver Neophyten Das Konzept wird gemäss  der kantonalen neophytenstrategie erarbeitet. Dabei wird die Bekämpfung von Standorten anhand der vorhandenen finanziellen und personellen Mittel priorisiert. So soll eine effektive und erfolgreiche Bekämpfung ermöglicht werden. Dabei spielen Öffentlichkeitsarbeit und Information von Eigentümer*innen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Massnahmenkonzept ökologische Aufwertungen Gübsensee und Umgebung

Auftraggeberin: Gübsenseekommission
Projekterarbeitung: 2020
Projektumsetzung: ab 2021

Die Gübsengesellschaft St.Gallen/Herisau kümmert sich zusammen mit der St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG um Aufwertungen rund um den Gübsensee. In der Vergangenheit wurden diverse Aufwertungsmassnahmen realisiert. Es handelt sich einerseits um ökologische Aufwertungen, andererseits um Aufwertungen, welche die Qualität der Naherholung für die Bevölkerung erhöhen. Im Auftrag der Gübsengesellschaft wurden vorhandene und neue Projektideen zur ökologischen Aufwertung gesammelt und konkrestisiert.  Die Massnahmen umfassen Wiesenaufwertungen, Hecken- und Baumpflanzungen, die Anlage von Steinhaufen zur Reptilienförderung oder auch neuer Amphibientümpel. Die Möglichkeiten für die Umsetzung sind von verschiedenen bereits laufenden Projekten wie auch von der Bereitschaft der Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter abhängig. Das Massnahmenkonzept staffelt die Massnahmen über einen Zeitraum von ungefähr fünf Jahren. Die Umsetzung der ersten Massnahmen beginnt 2021.

Heckenberatung Appenzell Ausserrhoden

Auftraggerin: Fachstelle Natur und Landschaft AR
Projekterarbeitung: seit 2019
Projektumsetzung: seit 2020

Hecken prägen unser Landschaftsbild im ganzen Jahresverlauf und sind in den letzten 40 Jahren vielerorts infolge der Intensivierung der Landwirtschaft, Strukturbereinigungen und Überbauungen verschwunden. Seit 1991 sind im Kanton Appenzell Ausserrhoden die wichtigsten Hecken und Einzelbäume als Naturobjekte unter Schutz gestellt. Zudem gehören Hecken, Feld- und Ufergehölze zu den grundsätzlich geschützten Lebensräumen gemäss Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) und das Bundesgesetz über die Jagd. Nicht mehr vorhandene Hecken müssen wiederhergestellt werden. Diese Verfahren sind häufig schwierig und das Resultat nicht immer zufriedenstellend. Aus diesem Anlass hat die kantonale Fachstelle Natur und Landschaft 2019 in einem Pilotjahr eine Heckenberatung initiiert. Ziel ist neben der Feststellung von Handlungsbedarf zur Wiederherstellung eine frühzeitige Beratung, welche zum Erhalt und Aufwertung der geschützten Hecken gemäss kantonalem Schutzzonenplan und gemäss NHG und Bundesgesetz über die Jagd beiträgt. Aus der Beurteilung des Zustands im Feld und den Beratungen der betroffenen Eigentümer/-innen und Landwirt/-innen entstehen diverse ökologische Aufwertungsprojekte, die einen nachhaltigen Effekt bringen sollen. Die ersten Aufwertungen werden im Frühling 2020 realisiert.

Frühere Beiträge

Heckenpflege

Im Winterhalbjahr, wenn die Vegetation ruht, wird das Thema Heckenpflege wieder aktuell. Hecken sind landschaftlich und ökologisch wertvolle Elemente unserer Kulturlandschaft und bieten Lebensraum für eine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Ihre ökologische Funktion können Hecken jedoch nur bei regelmässiger, fachgerechter Pflege entfalten. Artenarme Hecken und monotone Lebhäge sind das Resultat einer falschen Bewirtschaftung und bieten kaum Lebensraum. Werden Hecken jedoch selektiv gepflegt und zusätzlich Kleinstrukturen für Insekten, Reptilien, Wiesel und Co. angelegt, können sie ihr Potenzial für die Natur voll entfalten! Am 9. November durften ich zusammen mit dem WWF St.Gallen-Appenzell einen Heckenpflegekurs in St.Gallen leiten, der genau dies zum Ziel hatte. Die Teilnehmerinnen lernten unsere wertvollen einheimischen Sträucher kennen und worauf bei einer fachgerechten Heckenpflege geachtet werden muss. Auch der Austausch zwischen Landwirtinnen und nicht-Landwirten förderte das gegenseitige Verständnis und wurde sehr positiv gewertet. Dank motivierten TeilnehmerInnen und gutem Wetter war der Kurs ein voller Erfolg.

Amphibienmonitoring St.Gallen – Appenzell

Das Projekt läuft von 2016 - 2019. In dieser Zeit sollen alle bedeutenden Amphibienlaichgebiete mindestens einmal kontrolliert werden. Dabei werden die Populationen der vorkommenden Arten erfasst und der Gebietszustand dokumentiert, um den Handlungsbedarf für Pflegemassnahmen zu eruieren. In Absprache mit den Gemeinden und Kantonen werden Sanierungs- und Aufwertungsprojekte initiiert. Rund 18 Fachpersonen führen jeweils im Frühjahr zwischen März und Ende Mai das Monitoring in den verschiedenen Amphibienlaichgebieten durch.

Unterstützung im GAöL-Vollzug, Waldränder

Im Kanton St.Gallen können zur Förderung artenreicher, strukturierter Waldränder GAöL-Verträge abgeschlossen werden. In einem Waldrandkonzept werden Ist- und Soll-Zustand beschrieben und die geplanten forstlichen Massnahmen festgelegt. Im Prozess der Beurteilung und Genehmigung der Waldrandkonzepte unterstütze ich das Amt für Natur, Jagd und Fischerei im Frühjahr 2018.

Bau Amphibienweiher Felsegg

Die letzte Tranche des Amphibienförderprojekts Thur - Glatt wird realisiert. In Uzwil werden in der Felsegg und im Gill Amphibienweiher zur Förderung stark bedrohter Arten gebaut, um die Arten vom Verschwinden aus der Region zu bewahren. Mit einem ablassbaren Folienweiher sowie einem Beton-Folienweiher sollen neue Laichgewässer für Laubfrosch, Gelbbauchunke, Kammmolch und Kreuzkröte geschaffen werden. Auf dieser Wiese entlang der Thur ensteht bis im Frühling ein neues Gewässer. Die gesamte Geländekammer Gill-Felsegg umfasst als einzige im gesamten st.gallischen Thurlauf offene und dynamische Lebensräume, welche sich für Kreuzkröten eignen.

Überarbeitung Schutzverordnung «Grün» Waldkirch

Die Schutzverordnung der Gemeinde Waldkirch ist veraltet und verschiedene Objekte wie Hecken sind noch nicht in der Schutzverordnung enthalten oder es besteht keine aktuelle und detaillierte Beurteilung des Zustands der Schutzobjekte. Mit einer Revision der Schutzverordnung «Grün» möchte die Gemeinde eine aktuelle Grundlage schaffen, die den heutigen Anforderungen des Kantons (Amt für Natur, Jagd und Fischerei) wie auch an den Vollzug der geschützten Objekte genügt. Dafür werden zwischen Sommer 2016 und Frühsommer 2017 die verschiedenen Objekte beschrieben, auf ihren Zustand, Handlungsbedarf und Aufwertungspotenzial beurteilt. Diese fachliche Arbeit führt das Büro Knechtle Glogger aus, die weitere Bearbeitung erfolgt durch die ERR Raumplaner AG.

Bearbeitung Biodiversitätsförderflächen und GAöL-Verträge in St.Gallen

Das Gesetz über die Abgeltung ökologischer Leistungen (GAöL) im Kanton St.Gallen wurde an die neue Direktzahlungsverordnung angepasst, das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) hat im März 2016 eine erneuerte Wegleitung publiziert. Bestehende Bewirtschaftungsverträge von Naturschutzflächen müssen überprüft, erneuert und gegebenenfalls angepasst werden. Diese Arbeiten und die Betreuung und Beratung der Landwirte bei Biodiversitätsförderflächen nach DZV erfolgen im Auftrag der Abteilung Natur und Landschaft des Stadtplanungsamtes St.Gallen.

Tagfalterkartierungen Biodiversitätsmonitoring Thurgau

Zwischen Mai und September laufen wieder die Tagfaltererhebungen für das Biodiversitätsmonitoring. Ziel dieses Projekts ist die langfristige systematische Überwachung der Artenvielfalt der Vögel, Tagfalter und Pflanzen. Die Gesamtleitung des Projekts BDM Schweiz läuft über das Büro Hintermann & Weber AG, im Kanton Thurgau hat das Büro Kaden & Partner AG die Koordination der Mitarbeiter. 2009 starteten die ersten Erhebungen. Der Kanton Thurgau ergänzt dabei die Erhebungen des Biodiversitätsmonitoring Schweiz mit zusätzlichen Erhebungen zur «Artenvielfalt in Landschaften».

Kartierung Brutvögel

Von April bis Juni laufen wieder die ornithologischen Kartierungen für den Brutvogelatlas des Fürstentums Liechtenstein. 2016 werden die Kartierungen, welche 2013 begonnen haben, abgeschlossen und die Daten der Verbreitung und Häufigkeit der Brutvögel in den verschiedenen Regionen ausgewertet.